Welche Stoffe eignen sich am besten für Shapewear?

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Wenn Sie Stoffe für eine neue Shapewear-Kollektion beschaffen möchten, legen Sie zunächst den Kompressionsgrad, die vorgesehene Tragedauer und die Herstellungsmethode des Kleidungsstücks fest. Bei nahtlosen Produkten sollten Sie die Lieferanten vor der Anforderung von Mustern nach der Materialzusammensetzung, dem Flächengewicht (GSM), der Rückstellkraft und den Waschtestdaten fragen.

Der beste Stoff für Shapewear ist eine Mischung aus 80% Nylon und 20% Elasthan.

Dieses Verhältnis sorgt für Vier-Wege-Stretch bis zu 150%, festen Druck ohne Durchblutungsstörungen und Formbeständigkeit auch nach mehr als 50 Waschgängen. Es ist der Herstellungsstandard für Bodys, Taillentrainer und Oberschenkelformer, die für den ganztägigen Tragekomfort konzipiert sind.

Warum Nylon bei Shapewear besser ist als Polyester

Nylon und Polyester sind zwar beide synthetische Fasern, verhalten sich jedoch unter Druck unterschiedlich. Nylon hat eine dichtere Molekülstruktur, was bedeutet, dass es unter wiederholter Belastung seine Form behält, anstatt sich langsam zu entspannen. Ein Kleidungsstück aus Nylon-Elasthan behält seine Kompressionskraft auch nach 100 Waschgängen bei. Ein Kleidungsstück aus Polyester-Elasthan mit demselben Flächengewicht verliert in der Regel innerhalb von 30 Waschgängen 15–20% seiner Kompressionskraft.

Polyester ist pro Kilogramm günstiger, weshalb es häufig in Shapewear der Einstiegsklasse zum Einsatz kommt. Für Marken, die über den Preis konkurrieren, ist eine Mischung aus 85 % Polyester und 15 % Elasthan für Kleidungsstücke mit leichter Formkraft akzeptabel. Für Produkte mit mittlerer oder starker Kompression ist Nylon die richtige Wahl.

Was GSM für die Leistungsfähigkeit von Shapewear bedeutet

GSM (Gramm pro Quadratmeter) gibt an, wie stark ein Stoff komprimiert. Für Shapewear sind folgende Wertebereiche von Bedeutung:

GSM-ReichweiteKomprimierungsstufeAm besten geeignet für
180–220 g/m²LichtsteuerungFigurformende Bodys, Loungewear
250–300 g/m²Mittlere SteuerungTaillengürtel und Leggings für den Alltag
320–380 g/m²Feste KontrolleErholung nach der Geburt, Taillengürtel

Die meisten Shapewear-Modelle für den ganzen Tag liegen im Bereich von 250 bis 300 GSM. Bei Werten über 380 GSM entsteht ein Kleidungsstück, das sich nur schwer anziehen lässt und bei längerem Tragen (mehr als ein paar Stunden) unbequem ist.

Wenn Sie Angebote einholen, bitten Sie die Lieferanten, die GSM-Werte nach Bereichen anzugeben, nicht nur pro Kleidungsstück. Eine Fabrik, die bereichsspezifische Stoffspezifikationen vorlegen kann, ist in der Regel besser in der Lage, die Gleichmäßigkeit der Kompression in großem Maßstab zu gewährleisten.

Nahtlos vs. genäht: Ändert sich die Stoffauswahl?

Ja. Für die nahtlose Herstellung wird ein Stoff benötigt, der sich reibungslos durch eine Rundstrickmaschine führen lässt. Nylon-Elasthan-Mischgewebe mit einer Garnstärke von 40D sind der Standard für nahtlose Shapewear. Grobere oder schwerere Mischgewebe führen zu Nadelbrüchen an Rundstrickmaschinen und verursachen sichtbare Unregelmäßigkeiten im Strickbild.

Die „Cut-and-Sew“-Fertigungsweise ist toleranter gegenüber Stoffschwankungen. Mischgewebe aus Neopren und Elasthan sowie Scuba-Strick lassen sich nur im „Cut-and-Sew“-Verfahren verarbeiten, da sie nicht durch Nahtlosmaschinen geführt werden können.

Falls es sich bei Ihrem Zielprodukt um ein nahtloses Produkt handelt, überprüfen Sie bitte die Maschinenkompatibilität, bevor Sie Preise vergleichen. Ein günstigeres Angebot nützt nichts, wenn der Stoff auf Rundstrickmaschinen nicht einwandfrei verarbeitet werden kann.

Informationen zur nahtlosen Produktentwicklung finden Sie in unserem Übersicht über die Herstellung von nahtlosen Shapewear-Bodys.

Wann sollte man Baumwoll-Elasthan verwenden?

Baumwolle-Elasthan (in der Regel im Verhältnis 95:5) sorgt für eine leichte Formgebung, nicht jedoch für Kompression. Es eignet sich für Shapewear, die als atmungsaktiv oder hautfreundlich vermarktet wird, insbesondere für warme Klimazonen oder empfindliche Haut. Baumwolle-Elasthan speichert Feuchtigkeit, was den Einsatz in Kleidungsstücken mit starker Kompression einschränkt, bei denen Wärmeentwicklung ein Komfortproblem darstellt.

Häufig gestellte Fragen zu Stoffen

F: Welcher Stoff eignet sich speziell für Taillentrainer am besten?

A: Taillentrainer müssen aus drei Schichten bestehen: einer Außenschicht aus Nylon-Elasthan (200–250 GSM), einem mittleren Einsatz aus Latex oder mit Stahlstäbchen für die Formstabilität und einem inneren Futter aus Baumwolle-Elasthan für hohen Tragekomfort. Die äußere Nylonschicht sorgt für die Kompression und die Formbeständigkeit.

F: Welche Stoffe eignen sich am besten für atmungsaktive Shapewear?

A: Mikroperforiertes Nylon-Elasthan mit einem Mesh-Einsatz am Rücken oder an der Innenseite der Oberschenkel bietet die optimale Balance zwischen Kompression und Luftzirkulation. Achten Sie auf Stoffe mit feuchtigkeitsableitender Ausrüstung, die den Schweiß von der Haut wegleiten.

F: Hat der Stoff Einfluss auf die Größe von Shapewear?

A: Ja. Mischgewebe mit höherem Elasthananteil (20–25% Elasthan) sind dehnbarer, was bedeutet, dass das Kleidungsstück einen größeren Größenbereich abdeckt. Mischgewebe mit geringerem Elasthananteil (8–12%) sind größenabhängiger und erfordern eine engere Größenabstufung.

Weitere Informationen zur Herstellung und Beschaffung von Taillentrainern finden Sie in unserem Leitfaden zur Auswahl einer Fabrik für figurformende Unterwäsche.

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